
»In jedem Betrieb und jeder Gemeinde bestand eine Gruppe der ZV. Bei der Bildung der KAP Rothenklempenow musste eine solche Gruppe der Zivilverteidigung aufgestellt werden. Die Kräfte hierfür zu finden, war gar nicht so einfach. Die meisten waren schon irgendwo eingebunden, sei es bei der Feuerwehr, bei der ZV der Gemeinden, als Polizeihelfer, Reservisten oder bei den Kampfgruppen. Nur mit größter Mühe konnten elf Mann dafür gefunden werden. Die Übungen waren meistens in Ruinendörfern. Im verfallenen Gutshaus in Gellin mussten sich die Kollegen vom Rothenklempenower Rettungszug als Verwundete bis in die obersten Etagen verteilen. Von ZV-Kräften der Meliorationsgenossenschaft Löcknitz wurden sie in Zeltplanen eingewickelt und abgeseilt. Und unten wurden sie vom Roten Kreuz in Empfang genommen. Auf Gellin war ein Raketenschlag simuliert worden.« Hans Rengert