»Subbotnik nannte man das. Alle 4 bis 8 Wochen wurde dazu aufgerufen. Dann haben wir uns mit Harke, Schippe und weiß ich was bewaffnet, und wahrscheinlich kam die Technik von der LPG dazu, wenn größere Sachen anstanden – den Teich sauber machen, Wege schieben oder ähnliches. Und da hatten wir ja unsere Helga Behm. Helga hat immer ganz genau die Liste geführt, wer da war und wer nicht. Ab und zu bekam man dann auch mal die Frage gestellt: ›Warum warst du nicht da?‹ « Karin Zimmermann
»Das wurde immer über die Gemeinde organisiert. Und es war nicht einfach: Wir haben ja alle den ganzen Tag gearbeitet, gleichzeitig ein Haus gebaut und hatten zwei Kinder. Und dann hat der Bürgermeister am Wochenende noch Subbotnik verkündet – da haben wir auch nicht gerade ›Hurra‹ geschrien. Aber es hat selten jemand gefehlt.
Und ehrlich gesagt, war das immer ein schöner Tag. Wenn man gefehlt hat, hat einem auch die Kommunikation gefehlt. Wir haben auch schön zusammengesessen. Es war einfach schön, wenn man morgens auch geschimpft hat.« Martina Behm
