»Als wir drei Jahre verheiratet waren, 1976, haben wir über Jugendtourist eine Russenreise nach Sotschi gemacht und sind mit dem Zug bis Berlin gefahren. Über Nacht haben wir bei meinem Cousin geschlafen, und der hat uns am nächsten Morgen zum Flieger gebracht. Aber am Abend haben wir uns noch ein bisschen umgeguckt, und dann sind wir noch in so ein Geschäft gegangen und sehen da ein Dreirad. Unser Sohn war fast drei Jahre alt, und sowas gab es ja bei uns nicht. Da haben wir das Dreirad gekauft, aber das konnten wir ja nicht mitnehmen. Also hat mein Cousin das über Stückgut nach Rothenklempenow geschickt – kam auch an, also das war kein Problem.«
Heidi Hamann
»Der Zug hatte vorne die Lok, und dann kam der sogenannte Packwagen. In dem Packwagen wurde Stückgut befördert. Das wurde von einem Mann mit Mütze und Uniform mit der Karre an den Zug gebracht, eingeladen, und unser Stück fuhr dann zum Beispiel von Wittenberg bis nach Pasewalk. Dort wurde es wieder ausgeladen, und am nächsten oder übernächsten Tag kam dann ein LKW oder manchmal auch ein Traktor und brachte es in die Wohnung.«
Siegfried Göbel