Speisekartoffelaufbereitungsanlage mit Schällinie
»Der Kreis Pasewalk war durch die Bezirksproduktionsleitung zur Speisekartoffelproduktion für Berlin bestimmt worden. Wie viele Speisekartoffeln in Löcknitz nach Berlin verladen wurden! Ich weiß, was das heißt, einen Zentnersack Kartoffeln in einen gedeckten Güterwaggon zu laden – vom Hänger rein, bis unter die Decke.
Da wurde gesagt: Wir bauen etwas ganz Wichtiges – wir bauen eine Speisekartoffellagerhalle mit Schälbetrieb. Die wurde dann in Löcknitz errichtet und hatte ein Fassungsvermögen von 16.000 Tonnen.
Die Speisekartoffeln in der Schällinie wurden mit einem hohen Frauenanteil geschält – die arbeiteten dort in der sogenannten Putzerei. Die Kartoffeln kamen in eine sehr verdünnte Sulfitlauge, die das Braunwerden verhindern sollte. Aber es bildete sich außen so eine Pelle, und alle, die dann diese Kartoffeln auf dem Teller hatten, haben immer gespuckt.
Aber es gab keine klare Entscheidung, sodass man es irgendwie hätte anders machen können – es gab keinen Weg.« Siegfried Göbel
Schällinie
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