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  • Pappkonsum

    »1953 wurde die Konsumbaracke – auch Pappkonsum genannt – errichtet. Für 50 Mark konnte man Mitglied beim Konsum werden und bekam dann beim Einkauf Konsummarken, die das Jahr über gesammelt und geklebt wurden. Am Jahresende wurden diese beim Konsum abgegeben und man erhielt von diesem Wert eine Rückerstattung oder Auszahlung von drei Prozent.

    Konsumkollektiv vor der neuen Kaufhalle.

    1985 wurde die Konsumbaracke abgerissen und die neue Verkaufsstelle übergeben, die von Gemeinde, Konsumgenossenschaft, KAP ›Untere Randow‹ und LPG ›Fortschritt‹ gemeinsam gebaut wurde.«
    Dorfchronik von Rothenklempenow, Birgit Jawinski und Klaus Ziermann

    »Man hat telefonisch bei der Fleischwirtschaft bestellt, und die kamen dann und haben es gebracht. Und wenn es nicht so viel gab – ja, dann teil das mal auf. Das war öfter so.
    Die Leute wussten, der Fleischer kommt Freitagmorgen, und dann kamen sie auch immer Freitagmorgen.«
    Monika Knop

    Links im Bild der ›Pappkonsum‹ vor dem Abriss.
  • Partei

    »Selbstverständlich war Egon Behm (Bürgermeister), wie Hans Rengert (Leiter der KAP bis 1958) oder Harry Ellmann (Leiter der KAP bis 1990), Mitglied der SED. Egon Behm besaß stets auch den richtigen Riecher für Beziehungen über die etwas für das Dorf erreicht werden konnte.«
    Dorfchronik von Rothenklempenow von Birgit Jawinski und Klaus Ziermann

    Hans Rengert, Renate Blümel und Egon Behm, 1980.

    »Ich wurde 1972 LPG-Vorsitzende – aber mit einigen Komplikationen. Die Leitung der LPG war parteilos. Bei der SED-Kreisleitung waren sie damit nicht einverstanden. Also holten sie sich vom Bezirk Hilfe, und so kam es wieder mal zu einem netten Besuch. Wir luden den Genossen zu Kaffee und Kuchen in die LPG-Küche ein.
    Als es wieder um die Mitgliedschaft in der Partei und die Vorbildwirkung ging, wusste ich mich gut herauszureden. Ich sagte: ›Gut, ich werde Genosse der Partei – aber erst, wenn mir die Genossen der Grundorganisation hier ein Vorbild sind: wenn sie nicht mehr so viel Alkohol trinken und nüchtern zur Arbeit kommen.‹ Auch meinen geschiedenen Mann zog ich mit ins Boot und sagte: ›Der ist mir auch kein Vorbild mit seinen Frauengeschichten.‹ Und damit war die Sache bis zur Wende beendet.«
    Renate Blümel

    »Ich war auch Mitglied in der Partei – durch die Armee. Da hat man mir gesagt: ›Also, Karin, du bist hier bei der Armee, da erwarten wir, dass du in die Partei reingehst.‹
    Aber ich wäre bald in den Knast gekommen, denn ich bin ein sehr gerechter Mensch.
    Bei den Versammlungen wurden immer die Kleinen zusammengeschissen – die Großen, die gesoffen oder Scheiße gebaut haben, das wurde nicht gesagt.
    Und mein Offizier, der für mich zuständig war, sagte: ›Halte deine Gusche! Halte deine Gusche, du gehst ins Unglück.‹
    Und da musste ich die Zähne zusammenbeißen und dieses ganze Ungerechte ertragen.«
    Karin Fischer

     

  • Plan

    »Zu jedem Betriebsplan gehörte ein Frauen-, Jugend-, Qualifizierungsplan und Wettbewerbsprogramm,
    Plan des wissenschaftlichen Fortschritts und der Bodenfruchtbarkeit.«
    Hans Rengert

    Planerfüllung der LPG-Fortschritt 1957
  • POS [Polytechnische Oberschule]

    In der DDR wurden alle Kinder und Jugendlichen mit wenigen Ausnahmen (Sonderschulen und Spezialschulen) von der 1. bis zur 8. bzw. 10. Klasse gemeinsam an der Polytechnischen Oberschule unterrichtet. Der Begriff Polytechnisch sollte die Verbindung von geistig-schöpferischem Denken und praktisch-produktiver Arbeit sowie gesellschaftlich-nützlicher Tätigkeit als grundlegendes Charakteristikum der Schule verankern.

    1 Bildquelle: Wikipedia