
»Ich kann mich noch gut daran erinnern, als der gebaut wurde. Wir waren damals noch im Kindergarten in Mewegen und sind zu Fuß hierhergegangen. Abends waren wir dann fix und fertig. Wir haben uns die Offenställe angeschaut, die zu der Zeit gerade gebaut wurden. Das muss so ’58, ’59 gewesen sein.
Und dann sind wir hierhergekommen. Der Bau war fertig und schon bewohnt, aber vor dem Eingang lagen noch Bretter. Das sah noch richtig nach Baustelle aus. Aber es haben schon Leute drin gewohnt. Das war damals etwas Besonderes – mit Wasser und Toilette in der Wohnung. Ein extra Kinderzimmer – wir kennen das ja noch, dass man mit fünf Mann in einem Zimmer geschlafen hat.« Heidi Hamann
»Es gab eine Badewanne, aber man musste den Kohlebadeofen heizen, damit man warm Wasser hatte. Und im Keller war eine Gemeinschaftswaschküche.« Siegfried Göbel
»Jeden Sonnabend wurde geputzt wie bekloppt. Und wenn man Wäsche hatte – wenn ich daran denke, kriege ich heute noch Schüttelfrost. Unsere Wäsche haben wir in der Waschküche gemacht, mit so einem Kessel und lauter Zinkwannen. Im Kessel wurde alles abgekocht, dann in eiskaltem Wasser gespült. Und wenn man eine Schleuder hatte, dann war man schon gut dran. Dann hing die Wäsche auf der Leine. Die Kinder hatten Windeln aus Stoff, und da konnte man genau sehen, ob es Spinat oder Möhren gegeben hatte. Aber das war eben Waschtag – ganz normal.
Es gab eine Hausgemeinschaft. Die hat gesagt: ›Sonnabend wird Rasen gemäht, Sonnabend wird der Boden gefegt – und danach trinken wir alle einen Schluck.‹ Oder man hat ein Hausfest gemacht. Fleisch wurde gekauft und gegrillt, Bier wurde besorgt, alles wurde organisiert. Und jeder hat sein Geld dazugegeben.« Karin Fischer


