»Wir hatten in Borken eine Friseurstube, und alle 14 Tage haben wir von der PGH Friseure zwei Friseurinnen nach Borken geholt.
Die Damenwelt konnte dann um halb zehn oder halb elf morgens, nachdem sie ihre Kinder versorgt hatte, zum Dorffriseur gehen.
Sie mussten sich nicht aufs Fahrrad schwingen und nach Pasewalk fahren.
Die größte Freude war immer, wenn Betriebsfeste oder Abteilungsfeste anstanden – dann mussten die Friseure auch noch mal vorher am Festtag kommen, damit man als Frau eine anständige Frisur hatte.
Die Fahrten und die Stube unterhalten, das Lichtgeld, den Strom für die Erwärmung der Haare und alles – das hat das VEG bezahlt.« Siegfried Göbel
Wiki
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Friseurstube
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Friseurstunde
»Wir Frauen konnten in Grünhof – das war in der Betriebsordnung vereinbart – jeden Monat zwei Friseurstunden nehmen. Wir haben in der Jungrinderaufzuchtanlage Grünhof ganz streng nach dem Schwarz-/ Weiß-Prinzip gearbeitet, mit Duschen, Schleuse und, und, und. Da die Frauen praktisch morgens und mittags bzw. abends durch die Dusche mussten, wurden die Haare ganz schön strapaziert. Die Betriebsleitung hat dann gesagt, dass sie Friseurstunden für die Frauen einführt. Das ist heute alles unvorstellbar.
Aber zwei Stunden haben nicht gereicht, um von Grünhof nach Löcknitz zum Friseur zu fahren. Es gab die Möglichkeit, alle acht Wochen vier Stunden – also einen halben Tag – zusammenzulegen: mittags mit dem Bus nach Löcknitz und abends wieder zurück.«
Heidi Hamann