»Im Schloss war immer schon der Kindergarten, später dann auch die Bibliothek.
Dann haben wir im Schloss von den acht Wochen Sommerferien sechs Wochen Ferienlager für die Kinder gemacht – und manche waren wirklich die ganzen sechs Wochen da. Schwimmlager, immer 14 Tage. Ich glaube, die Eltern haben acht Mark für die Woche bezahlt, das andere wurde alles gestützt.
Wir hatten eine Schulküche, die haben für 100 Leute gekocht. Dann gab es noch das „Lager Erholung und Arbeit“. Das war auch für Jugendliche – die haben, ich glaube, vier oder fünf Stunden gearbeitet und den Rest des Tages Freizeit gehabt und ein bisschen Programm. Man ist mit denen auch mal nach Berlin gefahren oder so. Die Neunt- und Zehntklässler waren dann auch im Winter eine Woche im Schloss.
Zuerst hatten wir Liegen mit Holzgestell und nur so ein Zeltbahntuch darüber, später hatten wir dann schon richtige Betten. Es gab keine Duschen – alle haben sich am Waschbecken gewaschen und sind auch groß geworden.« Karin Zimmermann»Wir waren gekommen, um der KAP beim bergen der Kartoffeln zu helfen. Wir geben uns Mühe, ich glaube die Leitung der KAP ist mit uns zufrieden. Jedenfalls bewirtet sie uns mustergültig.« Zerrenthiner Schülerin und FDJ-Sekretärin Marion Giese im Interview mit der Freien Erde 1976
Lager der Erholung und Arbeit
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