»Mit der Bildung der KAP musste ein Kaderleiter eingestellt werden. Der musste für jedes Mitglied eine Kaderakte anlegen. Der ganze Lebenslauf wurde erfasst. Bei Älteren wurde die Wehrmachtszugehörigkeit festgehalten, der Dienstgrad, wo der Kriegseinsatz war und wo Gefangenschaft. Die ganze Verwandtschaft ersten und zweiten Grades mit Wohnadressen musste angegeben werden. Wohnten davon welche in Westdeutschland oder in anderen kapitalistischen Ländern, musste das ebenfalls angegeben werden – auch, ob Westkontakte bestehen. Wenn ein Betriebsleiter SED-Mitglied war – und das waren die meisten – und Westkontakte hatte, wurde er aufgefordert das zu unterlassen.«
Hans Rengert, Die Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion, Löcknitz 2007.