Da die überwiegende Zahl der Schüler in den 1970er Jahren schließlich Pionier bzw. FDJ-ler war, wurde nach dem Betreten des Lehrers der Unterrichtsbeginn neu geregelt. Zum Beginn des Unterrichts erhob sich die Klasse und es wurde nach der Meldung der Gruß der Pionierorganisation (Lehrer: „Für Frieden und Sozialismus, seid bereit!“ Klasse: „Immer bereit!“) oder der FDJ (Lehrer: „Freundschaft!“ Klasse: „Freundschaft!“) verwendet. Anschließend setzte sich die Klasse wieder. – Wikipedia
»Es gab ja dann Pionier- und FDJ-Nachmittage. Der FDJ-Nachmittag war einmal im Monat, glaube ich.
Dann gab es Arbeitsgemeinschaften an der Schule, und oft war es so, dass die Kinder gerne wollten, aber nicht durften. Es gab eben auch welche, die trotz DDR gläubig geblieben sind, und da hatten wir dann doch ein paar dabei, die nicht an den Pioniernachmittagen teilnehmen durften.
Manchmal waren sie ein bisschen traurig, dass sie kein Pioniertuch umhatten wie die anderen, aber da mussten sie irgendwie durch.
Ich habe einmal versucht, mit einem Vater, einem Pastor, zu sprechen, ob seine Tochter denn nicht teilnehmen dürfte. Sie musste ja kein Pionier werden, aber es ist doch der Klassenverband und so weiter. Aber nein, sie durfte nicht kommen.« Karin Zimmermann