»Als die Lehrer noch auf dem Dorf wohnten und es eine Dorfschule gab, da gab es auch einen Dorfchor, der Lehrer hat dafür gesorgt. Und dann bauten wir die Zentralschulen.
Da habe ich gesagt, damit stirbt die Kultur.« Siegfried Göbel
»Früher war in jedem Dorf eine Schule und dann wurden die Nachkriegskinder immer mehr, immer mehr und dann ging es nicht mehr, dass alle, die in dem Dorf geboren wurden, dort auch zur Schule gingen. Dann wurde in Mewegen eine neue Schule gebaut.« Heidi Hamann
»Hier war ja die Schule noch in den eigenen Orten, bei uns in Plöwen war sogar noch die 8. Klasse mit im Dorf, da waren immer zwei Klassen oder damals waren es sogar drei bis vier Klassen in einem Klassenraum.« Marlene Krüger

»[Hier in Rothenklempenow] gab es eine Lehrerin für zwei Klassen. Und da siehst du die zwei Reihen, das sind hier die Bänke noch, wo du reinkriechst, so Tintenfass oben und da sind immer zwei Reihen. In der Mitte waren Pfeiler und das war eine 1. Klasse und 2. Klasse und [im hinteren Raum] war das genauso, eine 3. und eine 4. Klasse.« Annelore Schönstedt
»Ich bin vier Jahre in Rothenklempenow zur Schule gegangen. Die erste und zweite Klasse waren zusammen in einem Raum, und später dann auch die dritte und vierte.
Wir hatten eine sehr strenge Lehrerin. Jeden Tag hat sie die Fingernägel angeguckt, kontrolliert, ob die Schuhe geputzt waren und ob man ein Taschentuch dabeihatte – jeden Morgen.
Und dann kam Axel aus meiner Klasse und sagte: ›Ich habe jetzt was Gutes erfunden – ich putze die Schuhe jetzt immer mit Bohnerwachs. Dann brauche ich sie nur jeden zweiten Tag ein bisschen nachpolieren und spare ganz viel Zeit.‹
Dann haben wir unsere Schuhe immer mit Bohnerwachs geputzt.
Ich musste ganz oft nachmittags zu ihr in die Küche und die Fingernägel putzen, scheuern. Aber das war sowieso Quatsch – wir mussten ja jeden Tag drei Kiepen Kartoffeln abkeimen, da waren die Finger danach sowieso wieder dreckig.« Heike Fischer