Die beiden Schwestern Josefa Baum und Luise Meier entwickelten die Idee zum ›Lexikon der Erinnerungen‹ eines Abends nach einer Q-Dorf e.V.-Veranstaltung am Küchentisch. Das Ziel des Projekts stand von Anfang an fest: das Leben im ländlichen Raum in der DDR erfahrbar machen, Raum für historische Reflexion und Austausch bieten, Lebensgeschichten ernst nehmen und Generationen verbinden. Für die ästhetische Umsetzung und als kreative Mitstreiterin holten die beiden Anfang 2025 die Ostberliner Medienkünstlerin Caroline Böttcher ins Team.

Josefa Baum, Kulturmanagerin

Josefa Baum, geboren 1994 und in Rothenklempenow aufgewachsen, arbeitet seit 2020 als Kulturmanagerin in und für Rothenklempenow und die Region. Sie vermittelte Künstler_innen in Dorfresidenzen, beantragte Fördermittel für soziokulturelle Projekte und engagierte sich für die Vernetzung ehrenamtlicher und hauptberuflicher Akteurinnen. 2023 gründete sie gemeinsam mit Nachbar_innen den Kulturverein Q-Dorf e.V., seit 2024 arbeitet sie zudem für die Stiftung Bürgermut.

Für das ›Lexikon der Erinnerungen‹ konzipierte, organisierte und moderierte sie die Erzählcafés, hielt den Kontakt zu Gemeinde, Teilnehmer_innen und Förderern und kümmerte sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Caroline Böttcher, Medienkünstlerin

Caroline Böttcher, ebenfalls Jahrgang 1985, arbeitet seit vielen Jahren interdisziplinär zu historischen Themen und entwickelt künstlerische Formate an der Schnittstelle von Geschichte, Kunst und Vermittlung – mit einem eigenen ästhetischen Zugriff, der den Blick auf Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen öffnet.

Sie unterstützte Josefa und Luise bei der Ausarbeitung und Umsetzung des Konzepts für das ›Lexikon der Erinnerungen‹ und gestaltete insbesondere das Layout der Ausstellungstafeln, der Publikation und der Flyer.

Luise Meier, Autorin und Theatermacherin

Luise Meier, Jahrgang 1985 und ebenfalls Gründungsmitglied des Q-Dorf e.V., lebt und arbeitet als Autorin und Theatermacherin in Berlin. Seit dem Umzug ihrer Familie in die Gemeinde Rothenklempenow verbindet sie eine enge Beziehung zum Ort. In zahlreichen Kunst- und Kulturprojekten, auf der Bühne und in Texten, setzte sie sich mit der Geschichte der DDR und dem Mauerfall auseinander.

Luise unterstützte Konzeption und Vorbereitung der Erzählcafés, recherchierte Hintergründe und stellte aus den Aufzeichnungen die Audio- und Textbeiträge für die Ausstellung und die Publikation zusammen. Außerdem behielt sie die Finanzen im Blick und entwickelte die Webseite – das digitale ›Lexikon der Erinnerungen‹.